„Ist das Kunst oder kann das weg?“ – Eine Reise durch 2000 Jahre Kunstgeschichte

Bad Soden

Bild-Vortrag von Thomas Sterna, Kunstpädagoge der U3L

Das kann mein zweijähriger Enkel auch!“ – Wer hat diesen Satz nicht schon einmal beim Gang durch ein Museum für zeitgenössische Kunst gedacht? Wenn Fettklumpen in Raumecken platziert oder Alltagsgegenstände zu Meisterwerken erklärt werden, gerät unser traditioneller Kunstbegriff ins Wanken, wie es spätestens die berühmten Missverständnisse um die Werke von Joseph Beuys zeigten. Doch die Ratlosigkeit des Publikums ist keineswegs neu, sondern das Resultat einer mehr als 2000 Jahre währenden Geschichte. In der Antike galten Maler und Bildhauer noch als schlichte Handwerker. Erst in der Renaissance erhoben sich Genies wie Leonardo da Vinci in den Stand von Intellektuellen, bevor im 20. Jahrhundert das Pendel extrem ausschlug und die Konzeptkunst das Handwerkliche fast vollständig auflöste – hier triumphierte die reine Idee, der „Kopf“, über die ausführende „Hand“. Heute erleben wir eine Gegenbewegung, in der konservative Kräfte wieder einen soliden Realismus einfordern. Diese Vorlesung möchte anschauliche Schneisen in dieses faszinierende gedankliche Dickicht schlagen und der Frage nachgehen, was ein Objekt eigentlich zum Kunstwerk macht und wie sich die Rolle des Künstlers vom Handwerker zum Philosophen gewandelt hat.

Bild: Unsplash, Remy Gieling

Ort

Theater im Augustinum Bad Soden

Georg-Rückert-Str. 2

65812 Bad Soden

Uhrzeit
19:30 Uhr - 20:30 Uhr
Eintritt
9 Euro, 6 Euro ermäßigt
Veranstaltungsart
Bild-Vortrag
Vortragende/-r
Thomas Sterna, Kunstpädagoge der U3L
Veranstaltungsreihe
Die Wissenschaft zu Gast